• Eine zeitlose Konstante führt den Sport in die Zukunft

    Date: 2011.03.11 | Jonathan Müller | Category: Society, Women

    Wenn man sich mit dem Sportbusiness, und damit mein ich vor allem den letzten Teil des Wortes, beschäftigt, dann verliert man schnell das Wesentliche des Sports aus den Augen. Natürlich stellt das Sportbusiness einen nicht unwesentlichen Faktor in unserer Gesellschaft dar. Ganz egal ob wir über die gesellschaftliche Verankerung des Spitzensports in unserem Land oder dem wirtschaftlichen Input den der Sport-Zirkus jahrein jahraus für uns mit sich bringt.

    Da ist es doch ganz besonders schön, wenn man auf einer Konferenz ist, welche sich nicht nur dem Business, sondern auch den gesellschaftlichen Aspekten widmet. Konkret spreche ich grade von meinem Glück beim 3. Global Sports Forum in Barcelona anwesend zu sein. Die Sessions sind abwechslungsreich und interaktiv gestaltet. Das färbt natürlich auf die Sprecher und auch auf die Teilnehmer und ganz besonders auf die Inhalte ab.

    Eine der ersten Sessions, welchen ich beiwohnen konnte, lief unter dem Titel „Women who make the difference in Sport“. Zu den Teilnehmern gehörte keine geringeren Sportpersönlichkeiten wie Pernilla Wiberg, Urvasi Naidoo, Chantal Jouanno, Mia Hamm, Donna De Varona, Samantha Davies und Katarina Witt. Sie kamen also nicht nur aus den unterschiedlichsten Ländern mit den unterschiedlichsten sozialen Hintergründen, sondern repräsentierten ein breites Spektrum an Sportarten.

    Aber neben diese, Facettenreichtum hat mich nicht nur der Inhalt der Sessions oder etwaige Learings, sondern eine bestimmte Person ganz besonders interessiert. Es war, wie soll es auch anders sein, unser aller Kati. Also wurde schon früh der Plan geschmiedet sie nach der Session kurz abzufangen und ihr ein paar Fragen stellen zu dürfen.

    Und ja, eigentlich hätte ich sie zu den Themen Social Media und Personal Branding gefragt. Allerdings ist mit hier in Barcelona erneut klar geworden, dass der Sport so viel mehr zu bieten hat, als diesen kleinen Ausschnitt. Also wundert euch nicht, wenn ihr hier in diesem Artikel das Wort Social Media nicht mehr lesen werdet.

    Zurück zum eigentlichen Thema. Nach der Session gelang es mit Kati kurz abzufangen und mit ihr über den Sport und ihre Erlebnisse auf dem noch jungen Sports Forum zu sprechen.

    Jonathan Müller: Wir haben grade alle mit großem Interesse deinen Erfahrungen und Ansichten gelauscht.  Du hast uns als eine von sieben erfolgreichen, weiblichen Sportpersönlichkeiten viel Freude bereitet. Wie waren deine Erfahrungen während der Session  „Women who make the difference“?

    Katarina Witt: Die Atmosphäre war toll. Es war sehr interessant die sieben Frauen mit den unterschiedlichsten sportlichen Backgrounds zusammen zu haben. Da merkt man wie unterschiedlich man mit den Sportarten groß wird. Wenn ich da an Mia Hamm denke, die in einer Sportart welche bei Männern sehr populär ist, aufwächst und so erfolgreich ist und dann an meine Erfahrungen denke. Eiskunstlauf ist aus der Geschichte heraus immer ein Frauensport gewesen.

    Jonathan Müller: Heute sind wir hier beim Global Sports Forum in Barcelona, welches ganz im Gegensatz zu vielen anderen Sport-Konferenzen, nicht nur das Business, sondern den Sport in den Vordergrund stellt. Mit Blick in die Zukunft, was denkst Du welchen Stellenwert der Sport einnehmen wird?

    Katarina Witt: Grundsätzlich ist immer wichtig die Zukunft im Auge zu haben und sich zu fragen wie geht’s es mit dem Sport weiter. Sport ist ein wesentlicher Faktor innerhalb der Gesellschaft. Ganz besonders gilt dies für den Nachwuchs. Jugendliche und Kinder lernen durch den Sport sehr, sehr viel fürs Leben. Im Sport lernt man sich Ziele zu setzen, in einem Team gemeinsam an einer Aufgabe zu arbeiten, Fairness und Respekt für seine Mitmenschen zu haben. All dies sind Dinge die man auch tatsächlich auch als Kind und Teenager lernen kann.

    Wie Recht sie mit ihren Ansichten hat. In meinen Augen ist die Konstante die den Sport aus der Vergangenheit, in die Gegenwart und in die Zukunft führt die Wertekultur die er – im Idealfall – vermittelt.